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Seit 2021 bietet Dr. Zeitlmann bei Implantation von Knie-Endoprothesen die Verwendung des Op-Roboters Omnibotics® an

Dr. Zeitlmann bietet seit diesem Jahr, wie im Medizin-Journal von Münchner Merkur und tz , der Sonderveröffentlichung "Was TOP-Ärzte raten", kürzlich veröffentlicht, seinen Patienten die Implantation der Knie-Endoprothese unter Verwendung eines Operations-Roboters an. Antworten zu Fragen, die u.a. dieser Veröffentlichung zugrundeliegen, werden nachfolgend wiedergegeben.

Herr Dr. Zeitlmann, was ist der eigentliche Vorteil dieses Verfahrens?


Das System Omnibotics® der Fa. Corin errechnet auf den Boden der patientenindividuellen Bandspannung die optimale Platzierung der Prothesenkomponenten. Dies verfeinert den bislang bereits angewendeten Ansatz der bandspannungsorientierten Implantationstechnik.

Gibt es andere Roboterbasierte Implantationstechniken und wo sind die Unterschiede?

Das von mir verwendete Omnibotics®-System ist aktuell tatsächlich das einzige, das die Bandspannung im gesamten Funktionsbereich misst und somit eine wirklich optimale Prothesenplatzierung ermöglicht.

Sie haben die Vorteile genannt, gibt es denn auch Risiken oder Nachteile für den Patienten?

Nein. Im Gegensatz zu dem vor Jahren propagierten und mittlerweile wieder verlassenen Robodoc in der Hüftendoprothetik, führt das gesamte operative Vorgehen der Operateur durch.
Hautschnitt, Weichteilpräparation und auch die Sägeschnitte entsprechen exakt denen der herkömmlichen Operation und werden durch den Operateur persönlich durchgeführt. Der Roboter legt nur die Ausrichtung der Schnittblöcke fest. Auch entfällt die früher übliche strahlenintensive Vorbereitung mit CT etc., sämtliche Mess-Schritte erfolgen intraoperativ per Infrarotnavigation.

Welcher Bedeutung messen Sie dieser Neuentwicklung zu?

In meiner zwanzigjährigen endoprothetischen Erfahrung gab es insgesamt nur wenige wirklich bahnbrechende Neuentwicklungen . Als wichtigstes Positiv-Beispiel sei die Entwicklung der minimal-invasiven Technik in der Hüft-Endoprothetik genannt, die ich 2003 bei einem der damaligen Vorreiter, meinem Lehrer Prof. Wetzel, ab Stunde eins miterleben durfte. Andere Techniken wie die sog. Kappenprothese oder die oben schon erwähnte Roboteranwendung in der Hüftendoprothetik wurden aufgrund von Problemen wieder verlassen.

Diese Neuentwicklung hat mich sofort sehr interessiert, da ein komplett neues Konzept dahintersteht. Ich traue dieser Technik nicht weniger zu, als die Ergebnisse der Knieendoprothetik denen der Hüftendoprothetik anzugleichen, die Rehabilitation der Patienten deutlich zu beschleunigen und in einigen Jahren als Standardverfahren zu gelten.

Wie lange bleiben die Patienten im Krankenhaus und welche Neuerungen gibt es in der prä-, intra – und postoperativen Phase?

Die sogenannte Liegedauer im Krankenhaus beträgt in der Regel 6-8 Tage. Dies unterscheidet sich nicht zwischen den Patienten nach Hüft-oder Knie-TEP, bzw. nach Roboterbasierter oder herkömmlicher Op-Technik. Im Anschluss erfolgt in der Regel die direkte Verlegung in die Anschlussheilbehandlung, egal ob diese stationär oder ambulant durchgeführt wird.
Als Neuerungen gibt es seit einigen Jahren die sogenannte Fast-Track-Methode, eine Kombination verschiedener Bausteine wie z.B. minimal-invasive Operationstechnik, früher physiotherapeutischer Mobilisierung, lokaler intraoperativer Lokalanästhesie u.a. mit dem Ziel die schnellstmögliche Mobilität für jeden Patienten zu erreichen.

Weitere Informationen zum Thema OP Roboter erhalten Sie hier.

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